Inhabergeführte Unternehmen mit überschüssiger Liquidität
Träges Kapital
350.000 € auf dem Geschäftskonto eines gut laufenden Mittelständlers. Kaum jemand hat entschieden, dass sie dort bleiben. Es ist einfach so passiert.
Geschrieben für inhabergeführte kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland mit überschüssiger, aber ungenutzter Liquidität.

Die eigentliche Blockade
Das Problem ist nicht die Anlage. Es ist, dass niemand das Mandat hat
Fragen Sie in Ihrem Unternehmen nach, und Sie bekommen drei höfliche Antworten, die sich nicht einmal widersprechen.
| Instanz | Was sie entscheidet | Was sie nicht entscheidet |
|---|---|---|
| Steuerberater | Buchhaltung, Erklärungen, Jahresabschluss, steuerliche Behandlung von Anlageprodukten | Die Anlage selbst. Die Grenze ist regulatorisch, keine Frage der Kompetenz. |
| Hausbank | Konten, Zahlungsverkehr, Kreditlinien, das eigene Angebot | Was andere Institute auf derselben Laufzeit bieten. Sie hat keinen Grund, Sie darauf hinzuweisen. |
| Sie, als Geschäftsführung | Das laufende Geschäft, die operative Entscheidung | Nichts Schriftliches zur Anlage. Sie tragen die Verantwortung, ohne über das Mandat zu verfügen. |
Drei Instanzen, und die Frage fällt in keine davon. Solange diese Lücke nicht durch ein Dokument geschlossen wird, bleibt Nichtstun die einzig vertretbare Entscheidung. Genau deshalb schläft das Kapital.
Rechner
Welcher Teil Ihres Kontostands hat in den nächsten zwölf Monaten keine Funktion
Ein Unternehmen hat nicht eine Liquidität, sondern vier, mit unterschiedlichen Zeithorizonten. Solange sie in einem einzigen Kontostand vermischt sind, bleibt als einzig vorsichtige Entscheidung, alles auf dem Geschäftskonto zu belassen. Trennen Sie sie, und Sie erhalten eine Zahl statt eines Gefühls.
Summe Ihrer laufenden Geschäftskonten, die Zahl aus der letzten Kontoübersicht.
Gehälter, Sozialabgaben, Lieferanten, Miete.
Das, was Sie auf den Kontoauszügen beobachten, nicht das vertraglich vereinbarte.
Über vierundzwanzig Monate betrachtet. Die Reserve richtet sich nach der tatsächlichen Schwankung.
Ein Kunde mit 45 %, der eine Zahlung verschiebt, ist Ihr schlechtester Monat gleich zweimal.
Beschlossene, aber noch nicht ausgezahlte Investitionen, Leasing, Gesellschafterverrechnungskonto, Steuerrückstellung.
Ohne erkennbare Funktion in den nächsten zwölf Monaten. Die einzige Ebene, die eine echte Anlagefrage aufwirft.
Die gesetzliche Einlagensicherung deckt 100.000 € je Einleger und Institut. Eine GmbH ist ein eigenständiger Einleger. Das ist Ihr aktuelles Kontrahentenrisiko bei einem einzigen Institut, vor jeder Anlageentscheidung.
Modellrechnung auf den freien Überschuss, mit einer Inflationsannahme von 2 %. Diese Zeile taucht in keinem Jahresabschluss auf.
Indikative Berechnung zur Strukturierung des Gesprächs. Sie ersetzt keine Analyse Ihrer individuellen Situation und stellt keine Anlageempfehlung dar.
Konkret
Was ich liefere, und was ich nicht mache
1
Die Trennung
Die vier Ebenen, berechnet auf Ihren tatsächlichen Zahlen, nicht auf Lehrbuch-Kennzahlen. Ergebnis: ein freier Überschuss und seine Berechnungsmethode.
2
Das Policy-Dokument
Eine einseitige Notiz, die Schwellenwerte, Zeithorizonte und zulässige Gegenparteien festlegt, und wer worüber entscheidet. Das Dokument, das in den meisten Unternehmen fehlt.
3
Die Umsetzung
Eröffnung der Anlagen, Verteilung auf Institute, Fälligkeitskalender, Kontrollpunkt. Bei jedem Schritt dokumentiert.
| Ich ersetze nicht | Ihren Steuerberater oder Ihre Hausbank. Ich schließe die Lücke, die keiner der beiden abdeckt. |
| Ich mache nicht | Steuerliche oder rechtliche Beratung im regulatorischen Sinn, ebenso wenig eine diskretionäre Verwaltung Ihres Vermögens. |
| Ich arbeite | Direkt mit Ihnen und, wenn gewünscht, gemeinsam mit Ihrer Steuerberatung und Hausbank, nicht gegen sie. |
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen
Reicht nicht einfach ein Tagesgeldkonto bei meiner Hausbank?
Es ist ein Anfang, aber kein Konzept. Ein einzelnes Institut bedeutet ein einzelnes Kontrahentenrisiko, und die gesetzliche Einlagensicherung deckt nur 100.000 € je Einleger und Institut. Ab einer gewissen Summe stellt sich die Frage der Verteilung unabhängig von der Rendite.
Meine Bank bietet mir doch schon Lösungen an.
Sie bietet ihr eigenes Angebot an, das ist normal. Sie hat aber keinen Grund, Ihnen zu sagen, dass ein anderes Institut auf derselben Laufzeit bessere Konditionen bietet, oder Ihnen zu raten, Ihre Einlagen zu streuen.
Ab welchem Betrag lohnt sich das?
Die relevante Schwelle ist kein absoluter Betrag, sondern der Moment, in dem der freie Überschuss dauerhaft 100.000 € bei einem einzigen Institut übersteigt. Ab da stellt sich die Frage des Kontrahentenrisikos unabhängig von jedem Renditeziel.
Wer entscheidet am Ende?
Sie. Meine Aufgabe ist es, das Dokument zu liefern, das diese Entscheidung möglich und begründbar macht, nicht sie an Ihrer Stelle zu treffen.
Pflichthinweis
Informativer Inhalt für Geschäftsführungen und Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen. Stellt weder eine individuelle Anlageberatung noch eine steuerliche oder rechtliche Beratung dar. Jede Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden, einschließlich des Risikos eines Kapitalverlusts. Genannte regulatorische Hinweise dienen der allgemeinen Information und sollten mit Ihren gewohnten Beratern abgestimmt werden. Mehr zu meiner Qualifikation finden Sie unter Über mich.
Ein erstes Gespräch mit Ihrer Geschäftsführung
Dreißig Minuten, auf Deutsch, mit oder ohne Ihre Steuerberatung am Telefon.
