Niedergelassene Zahnärzte und Berufsausübungsgemeinschaften

Praxisüberschüsse anlegen statt liegen lassen

Es geht um Geld, das Sie schon haben, nicht um Geld, das Ihnen fehlt.

Auf dem Konto Ihrer Praxis liegt eine Rücklage, die Sie nie bewusst aufgebaut haben. Sie ist über die Jahre entstanden, sie ist jederzeit verfügbar, und sie verliert jedes Jahr an Wert. Ich berechne, wie viel davon wirklich als Puffer gebraucht wird und was mit dem Rest sinnvoll passieren kann.

Moderne Zahnarztpraxis
Die kurze Antwort

Anlegbar ist erst, was nach drei Abzügen übrig bleibt: Betriebsmittel für den laufenden Betrieb, Reserve für Saisonalität und Steuer, sowie zweckgebundene Investitionsrücklage. Als Faustgröße liegt die Reserve beim Zwei- bis Dreifachen des monatlichen Liquiditätsbedarfs, nicht des Monatsumsatzes.

01
Betriebsmittel
02
Reserve
03
Investition
04
Überschuss

Fünf- oder sechsstellig, jederzeit verfügbar, und trotzdem jedes Jahr weniger wert

Etablierte Praxen haben ein Muster gemeinsam: Die Installationsdarlehen sind getilgt, die Geräte abgeschrieben, die Einnahmen laufen. Was übrig bleibt, bleibt liegen. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil Geschäftskonten auf Verfügbarkeit ausgelegt sind, nicht auf Rendite, und weil niemand je ausgerechnet hat, wie viel davon eigentlich verfügbar bleiben muss.

Die Folge: Der gesamte Kontostand wird wie ein Puffer behandelt. Auch der Teil, der seit vier Jahren unangetastet daliegt.

Bei 150.000 € auf dem Praxiskonto und 2 % Inflation sind das rund 3.000 € realer Wertverlust pro Jahr. Ohne Fehler, ohne Risiko, ohne dass es in der BWA auffällt.

Rechner

Die Frage, die selten gestellt wird: Wie hoch muss Ihr Puffer eigentlich sein?

Das ist der Kern meiner Arbeit. Nicht „legen Sie an“, sondern: welcher Betrag muss jederzeit greifbar bleiben, und ab welchem Betrag fängt das Liegenlassen an, Geld zu kosten?

Die Antwort ist eine Zahl, und sie ist bei jeder Praxis anders. Sie hängt ab von Ihren Personalkosten, Ihrem Materialverbrauch, Ihren Praxisferien, dem Weihnachtsgeld, dem Rhythmus Ihrer Zahlungseingänge und davon, was in den nächsten drei Jahren an Investitionen ansteht.

Ausgangspunkt ist die BWA, die Ihnen Ihr Steuerberater ohnehin liefert.

Wie viel Ihrer Rücklage ist wirklich gebunden?

Werte aus Ihrer BWA. Die Rechnung folgt der Struktur meiner Analyse.

Betriebsmittel Reserve Investitionsrücklage Frei

Auch die gebundenen Teile müssen nicht auf dem Girokonto liegen. Betriebsmittel, Reserve und Investitionsrücklage lassen sich in risikoarme, kurzfristig verfügbare Lösungen legen, etwa Tagesgeld oder Geldmarktfonds. Der Unterschied liegt nicht darin, ob ein Teil arbeitet, sondern wie lange er gebunden ist. Nur der freie Anteil hat einen langen Anlagehorizont.

Diese Rechnung ist bewusst vereinfacht und ersetzt keine Analyse. Sie berücksichtigt weder Saisonalität, Praxisferien und Weihnachtsgeld noch Ihren tatsächlichen Zahlungseingangsrhythmus oder anstehende Sondereffekte. Die belastbare Zahl entsteht aus Ihrer BWA.

Anlageformen im Vergleich

TagesgeldFestgeldGeldmarktfondsDepot
Wann komme ich heran?Jederzeit, am selben TagErst am Ende der vereinbarten LaufzeitInnerhalb weniger TageInnerhalb weniger Tage, zum dann gültigen Kurs
Kann der Betrag sinken?Nein. Er bleibt nominal gleich, verliert aber bei Inflation an KaufkraftNein, wenn Sie die Laufzeit einhaltenGeringfügig. Kleine Schwankungen sind möglichJa, auch deutlich. Kurzfristig sind Verluste möglich
Was passiert bei Insolvenz der Bank?Gesetzlich geschützt bis 100.000 € je Bank und PersonEbenso geschützt bis 100.000 €Kein Einlagenschutz nötig: Das Vermögen ist rechtlich getrennt und bleibt IhresEbenso rechtlich getrennt und bleibt Ihres
ErtragFolgt dem allgemeinen Zinsniveau, die Bank kann ihn jederzeit ändernSteht bei Abschluss festFolgt dem kurzfristigen Zinsniveau, abzüglich FondskostenKeine Zusage. Hängt von Markt und Haltedauer ab
Wofür geeignetLaufender BetriebAnschaffung mit festem DatumReserveGeld, das mehrere Jahre liegen bleiben kann

Zwei Ausgangslagen, zwei Antworten

Etablierte Einzelpraxis oder Berufsausübungsgemeinschaft

Bei einer inhabergeführten Praxis ist die Trennung zwischen Praxisguthaben und privatem Vermögen wirtschaftlich künstlich: Am Ende ist es Ihr Geld. Deshalb sehe ich mir beides an, was in der Praxis bleiben muss und was auf der privaten Seite besser aufgehoben ist. Eine Entnahme ist manchmal die bessere Antwort als eine Anlage im Betrieb.

MVZ, Praxis-GmbH oder mehrere Standorte

Hier liegt der Überschuss in einer Gesellschaft, und damit stellt sich eine zusätzliche Frage: Betriebsvermögen oder Privatvermögen, thesaurieren oder ausschütten? Diese Frage entscheidet Ihr Steuerberater, das ist seine Zuständigkeit, nicht meine. Ich baue die Anlagestruktur, die zu seiner Entscheidung passt, und stimme mich dafür direkt mit ihm ab. Die Analyse ist in diesem Fall aufwendiger, entsprechend liegt das Honorar höher.

Meine Rolle: Ergänzung, kein Ersatz

Drei Beteiligte kümmern sich bereits um Ihre Praxisfinanzen. Keiner von ihnen beantwortet die Anlagefrage, und beim Steuerberater liegt das nicht an ihm.

InstanzAufgabeWarum nicht die Anlagefrage
SteuerberaterLiefert mit der BWA die Zahlenbasis und entscheidet alles Steuerliche. Daran ändert sich nichts.Anlageberatung ist ihm berufsrechtlich grundsätzlich verwehrt.
BankVerwahrt zuverlässig und finanziert Ihre Investitionen. Legt an, aber aus dem eigenen Haus.Die Auswahl ist an das eigene Angebot gebunden.
VerrechnungsstelleSorgt für pünktliche Honorareingänge, falls Sie eine nutzen.Eine Frage des Zeitpunkts, nicht der Verwendung.
Feller Financial AdvisoryMakler und Finanzberater nach § 34d / § 34f / § 34c GewO. Mehrere Partnerbanken, keine Exklusivbindung an einen Anbieter. Ich erbringe keine Steuerberatung.Level II des CFA® Programms bestanden, MSc Finance & Economics.

Ihre Vorteile auf einen Blick

Finanziell

  • Kapitalerhalt. Was auf dem Konto liegt, verliert jedes Jahr in Höhe der Inflation an Kaufkraft. Was strukturiert ist, muss das nicht.
  • Bessere Konditionen bei der nächsten Investition. Eine höhere Eigenkapitalquote aus strukturierten Reserven verbessert Zinssatz und Konditionen für den restlichen Finanzierungsbedarf, bei Gerät, Erweiterung oder Übernahme.

Im Praxisalltag

  • Zeitersparnis. Klare Empfehlungen statt Stunden im Vergleich von Tagesgeld- und Anlageprodukten neben einem vollen Behandlungstag.
  • Anbieterunabhängig. Mehrere Partnerbanken, keine Exklusivbindung, kein Haus-Produkt. Die Struktur richtet sich nach Ihrer Praxis, nicht nach einem Produktsortiment.
  • Offene Karten bei der Vergütung. Sie erfahren vor der Beratung schriftlich, wie und von wem ich bezahlt werde, nicht danach.

Transparenz bei der Vergütung

LeistungKostenWer trägt sie
Analyse. BWA-Auswertung, Puffer-Berechnung, Empfehlung.ab 950 €, ab 1.800 € bei BAG / MVZEinmalig, Praxis
Strukturierung. Betriebsmittel und Reserve.0,15 % p.a.Partnerbanken, keine Mehrkosten für Sie
Laufende Betreuung. Anlage, Rebalancing, Anpassung.0,65 % p.a., zzgl. MwSt. und ProduktkostenPraxis

Wie und von wem ich vergütet werde, liegt Ihnen vor der Beratung schriftlich vor, nicht danach.

Beispielrechnung, unverbindlich

Bei 150.000 € Praxisguthaben: ohne Struktur, bei 2 % Inflation, rund −3.000 € pro Jahr. Konservativ strukturiert, bei 3 % Anlageertrag nach 0,65 % Servicevereinbarung, rund +3.525 € pro Jahr. Ein Unterschied von rund 6.500 € pro Jahr, auch nach Abzug der Kosten.

Beispielhafte, unverbindliche Modellrechnung. Keine Garantie für künftige Erträge; Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.

Für wen ist diese Beratung gedacht?

Ich arbeite regelmäßig mit:

  • Niedergelassenen Zahnärzten in Einzelpraxis, deren Praxis seit mehr als drei Jahren läuft
  • Berufsausübungsgemeinschaften mit mehreren Behandlern
  • MVZ und Praxis-GmbH, auch mit mehreren Standorten
  • Praxisinhabern vor der Abgabe, bei denen absehbar ein Veräußerungserlös anzulegen ist

Gemeinsam ist ihnen: eine Rücklage, die über die Jahre gewachsen ist, und wenig Zeit, sich damit zu beschäftigen.

Ablauf

Wie läuft die Zusammenarbeit ab?

1

Erstgespräch

Ihre Praxissituation und Ziele im Kennenlerngespräch.

2

Analyse

Vollständiges Bild anhand Ihrer BWA.

3

Empfehlung

Eine Liquiditätsstruktur, die zu Ihrer Praxis passt.

4

Umsetzung & Betreuung

Umsetzung und laufende Anpassung.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen

Ich habe doch schon eine Bank für meine Praxis.

Und die brauchen Sie weiterhin für den Zahlungsverkehr und für Ihre Finanzierungen. Der Unterschied liegt im Auftrag: Eine Bank kann Ihnen nur anbieten, was sie im eigenen Haus führt. Ich arbeite mit mehreren Partnerbanken und bin an keine davon exklusiv gebunden. Für jede Ebene Ihrer Rücklage kommt das Haus infrage, das dafür die besseren Konditionen bietet. Wie ich vergütet werde: Provision des Produktanbieters, Vergütung durch die Partnerbank, Servicevereinbarung, steht schriftlich vor dem ersten Termin fest, nicht danach. Vergleichen Sie meine Empfehlung ruhig mit dem, was Ihnen Ihre Bank vorschlägt.

Ist das nicht Aufgabe meines Steuerberaters?

Ihr Steuerberater liefert die Zahlen und entscheidet alles Steuerliche, dabei bleibt es. Was er in der Regel nicht übernimmt, ist die Frage, welcher Betrag verfügbar bleiben muss und wie der Rest angelegt wird. Das ist keine steuerliche Frage, sondern eine Anlagefrage. Ich stimme mich gern direkt mit ihm ab.

Brauche ich das Geld nicht für die nächste Investition?

Genau das klärt die Analyse. Anstehende Investitionen fließen in die Berechnung ein und bleiben im verfügbaren Teil. Angelegt wird nur, was darüber hinausgeht, und auch das liquiditätsschonend, damit Sie herankommen, wenn sich etwas ändert.

Was kostet die Beratung?

Die Analyse wird einmalig abgerechnet, ab 950 € je nach Komplexität Ihrer Praxis, ab 1.800 € bei BAG oder MVZ. Für die laufende Betreuung Ihrer angelegten Überschüsse gilt eine Servicevereinbarung von 0,65 % p. a. Die Strukturierung von Betriebsmitteln und Reserve kostet Sie nichts zusätzlich.

Wie sicher ist mein Kapital?

Ich arbeite ausschließlich mit risikoarmen, liquiditätsschonenden Lösungen. Ziel ist der Erhalt Ihres Kapitals und eine Rendite oberhalb der Inflation, nicht spekulativer Gewinn. Welche Lösung zu Ihrer Praxis passt, besprechen wir nach der Analyse. Kapitalanlagen sind grundsätzlich mit Risiken verbunden.

Ich habe kaum Zeit neben der Praxis, ist das ein Problem?

Nein. Ich übernehme Analyse, Vergleich und laufende Abstimmung. Sie erhalten klare Empfehlungen und treffen nur die Entscheidungen, die wirklich Ihre sind.

Wie viel Liquidität sollte eine Zahnarztpraxis vorhalten?

Als Reserve etwa das Zwei- bis Dreifache des monatlichen Liquiditätsbedarfs, also Fixkosten plus Steuerrücklage plus Entnahme, nicht des Monatsumsatzes. Der Faktor steigt bei hohem Privatanteil mit Abrechnung in Eigenregie und wenn ein einzelner Behandler den Grossteil des Umsatzes trägt. Er sinkt, wenn eine ungenutzte Kontokorrentlinie als Rückfallebene bereitsteht.

Kann eine Zahnarztpraxis Geld am Kapitalmarkt anlegen?

Ja. Es gibt keine berufs- oder standesrechtliche Vorschrift, die das untersagt. Die relevante Frage ist nicht ob, sondern in welcher Vermögenssphäre: im Betriebsvermögen der Praxis oder im Privatvermögen. Bei einer freiberuflichen Praxis ist eine Entnahme häufig der sauberere Weg; bei einer Praxis-GmbH oder einem MVZ gilt das nicht automatisch. Diese Entscheidung trifft der Steuerberater.

Was ist ein Praxisdepot?

Ein Wertpapierdepot, das auf die Praxis als Betrieb lautet statt auf die Inhaberin oder den Inhaber privat. Technisch funktioniert es wie jedes andere Depot; der Unterschied liegt in der steuerlichen und bilanziellen Zuordnung. Erträge gelten als Betriebseinnahmen. Ob ein Praxisdepot gegenüber einem privaten Depot vorteilhaft ist, ergibt sich erst aus einer individuellen Rechnung mit dem Steuerberater.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Angaben zum Steuer- und Berufsrecht geben die Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in vereinfachter Form wieder. Jede Anlageentscheidung erfordert eine individuelle Prüfung Ihrer Vermögens-, Ertrags- und Risikosituation. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des Verlusts des eingesetzten Kapitals. Mehr zu meiner Qualifikation finden Sie unter Über mich.

Ihre Rücklage verdient eine Struktur

Anbieterunabhängig, mit mehreren Partnerbanken und ohne Exklusivbindung. Was ich empfehle, richtet sich nach Ihrer Praxis, und wie ich vergütet werde, erfahren Sie vorher.